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Wann fällt die Nabelschnur ab?

28.10.2026

3 min. Lesezeit

Kurz gesagt: Der Nabelschnurrest trocknet nach der Geburt ein und fällt in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst ab. Am wichtigsten ist, ihn sauber und trocken zu halten und nicht daran zu ziehen. Eine Behandlung mit Alkohol oder Desinfektionsmitteln ist dafür nicht nötig. Eine kleine Kruste und etwas eingetrocknetes Blut sind normal. Rötung, Schwellung oder Ausfluss an der Nabelstelle gehören dagegen ärztlich abgeklärt.

Wann fällt der Nabelschnurrest ab?

Nach der Geburt bleibt ein kurzer Rest der Nabelschnur am Bauch des Kindes zurück. Er wird nicht mehr durchblutet, trocknet ein, verfärbt sich dunkel und löst sich in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst. Ziehen Sie nicht daran und versuchen Sie nicht, ihn zu entfernen.

Fällt der Rest etwas früher oder später ab, ist das für sich genommen kein Grund zur Sorge. Entscheidend ist nicht der Zeitpunkt, sondern wie die Stelle aussieht und wie es dem Kind geht.

Nabelpflege: was zu tun ist

  • Sauber und trocken halten: Mehr braucht es in der Regel nicht. Luft fördert das Eintrocknen.
  • Windel umschlagen: Schlagen Sie den Windelbund nach unten um, damit der Nabelrest frei liegt und nicht im Urin liegt.
  • Nicht ziehen: Der Rest löst sich von allein. Daran zu ziehen kann bluten und eine Infektion begünstigen.
  • Baden: Kurzes Baden ist möglich. Tupfen Sie die Stelle danach vorsichtig trocken.
  • Kein Desinfektionsmittel nötig: Der Stumpf muss nicht mit Alkohol oder anderen antiseptischen Lösungen behandelt werden. Sauber und trocken genügt. Wenn Ihre Hebamme im Einzelfall etwas anderes empfiehlt, richten Sie sich nach ihr.

Was normal ist

In den Tagen vor und nach dem Abfallen sieht die Stelle oft unschön aus, ohne dass etwas nicht stimmt. Normal sind eine dunkle, eingetrocknete Kruste, etwas eingetrocknetes Blut in der Windel oder am Body, eine kleine feuchte Stelle unmittelbar nachdem der Rest abgefallen ist, und wenige Tropfen Blut dabei. Diese Restwunde schliesst sich in der Regel innerhalb weniger Tage.

Wann Sie die Hebamme oder Kinderärztin beiziehen sollten

Melden Sie sich, wenn eines der folgenden Zeichen auftritt:

  • Rötung, die sich von der Nabelstelle auf die Bauchhaut ausbreitet
  • Schwellung oder Überwärmung der Stelle
  • Eiter oder gelbliche, trübe Flüssigkeit
  • Unangenehmer Geruch
  • Blutung, die nicht aufhört oder immer wieder beginnt
  • Fieber, Trinkschwäche oder ein auffallend schlaffes Kind
  • Eine kleine, feuchte, rötliche Knospe, die nach dem Abfallen nicht abheilt

Die letzten beiden Punkte sind die wichtigsten. Ein Kind mit Fieber in den ersten Lebenswochen gehört immer ärztlich beurteilt, unabhängig vom Nabel. Und eine nässende Knospe, die bleibt, ist meist ein Nabelgranulom — harmlos, aber behandlungsbedürftig.

Wenn der Bauchnabel heraussteht

Wölbt sich der Nabel nach dem Abheilen vor, besonders beim Schreien oder Pressen, handelt es sich meist um einen Nabelbruch. Viele Säuglinge haben einen kleinen Nabelbruch, weil sich die Öffnung für die Gefässe der Nabelschnur noch nicht vollständig geschlossen hat.

Behandelt wird in der Regel nicht: Nabelbrüche verschliessen sich meist bis zum fünften Lebensjahr von selbst. Hat sich ein grosser Bruch bis zum zweiten Lebensjahr nicht geschlossen, kann eine Operation infrage kommen. Hausmittel wie das Aufbinden einer Münze helfen nicht und reizen nur die Haut.

Häufig gestellte Fragen

  • Wann fällt die Nabelschnur beim Baby ab?

  • Was tun, wenn die Nabelschnur abgefallen ist?

  • Ist eine Kruste normal?

  • Der Bauchnabel blutet leicht — ist das gefährlich?

  • Darf ich mein Baby baden, solange der Nabelrest noch dran ist?

  • Muss ich den Nabel desinfizieren?

Weiterführende Informationen

Rund um die Geburt vorsorgen: Stammzellen aus der Nabelschnur einlagern

Vor der Geburt: Nabelschnur auspulsieren lassen

Quellen

MSD Manual, Ausgabe für Patienten, «Die ersten Tage nach der Geburt».

MSD Manual, Ausgabe für Patienten, «Nabelbruch bei Kindern», letzte Aktualisierung Juli 2025.

Autor: FamiCord Suisse · Zuletzt aktualisiert am 28.10.2026 · Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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